Die Zeitmaschine Teil 2
Hörspiel nach H.G. Wells

Bild

Universal Music Family Entertainment, Folgenreich
https://www.universal-music.de/folgenreich/
Sprecher: Hans-Georg Panczak (Jack), Bernd Rumpf (Cabbs), Udo Schenk (Peter), Luisa Wietzoreck (Weena), Oliver Stritzel (Mr. Black), Reinhard Kuhnert (Mr. Chose), Marinne Groß, Maximilian Häcke, Juliane Ahlemeier, Nico Sablik, Marcus Staiger, Annika Gausche, Joachim Kerzel
Produktionsfirma: IMAGA – Alex Stelkens & Oliver Döring
Produktion: Ila Panke
Regie: Oliver Döring
Buch: Oliver Döring (Vorlage: H.G. Wells)
Musik: mit freundlicher Genehmigung von Universal Publishing Production Music
UPC: 0602557140545
CD 29.9.2017
58:47 Minuten 8 Tracks


Inhalt:
Jack erzählt immer noch von seinen Erlebnissen in der fernen Zukunft, in welche er gereist ist und den verstörend anderen Wesen. Diese haben kaum noch etwas mit den Menschen seiner Zeit gemein und obwohl sie seiner Sprache mächtig waren gestaltete sich die Konversation äußerst schwierig. Nachdem er das Mädchen Weena vor dem sicheren Ertrinken gerettet und ein Hologramm zur Struktur der Zivilisation ausgefragt hatte, begab er sich auf die Suche nach seiner Zeitmaschine. Dabei stieß er auf das unterirdisch lebende zweite Volk, dass komplett anders als das passive der Oberwelt war – wild, gewalttätig und es waren Kannibalen. Fortan war die Aufgabe nicht nur die Zeitmaschine wiederzufinden, sondern auch das Mädchen und ihr infantiles aber friedliches Volk zu schützen. Doch die lichtscheuen Wesen sind verschlagen und locken ihn in eine Falle…

Meinung:
Der Hörer wird sofort in die Geschichte gestoßen – es machst also mehr als Sinn beide Folgen nacheinander zu hören. Die Sprecher sind wieder erstklassig und verdeutlichen eindrucksvoll was im Bereich Hörspiel alles möglich ist, wenn man nur die richtige Besetzung hat. Auch tonal wird wieder extrem sauber gearbeitet, fast schon zu steril – zum Glück gibt es aber immer wieder adäquate Akzente. Kleine Fragmente wie das alte Ticken einer Uhr oder die Wählscheibe und das dazugehörige Freizeichen des Telefons ziehen den Hörer in eine klassische Szenerie. Auch die Platzierung und die Intensität wird sehr gut umgesetzt – die tonale Realisierung der Zeitmaschine selbst ist insgesamt am bemerkenswertesten. Die Musik ist nicht ständig präsent, aber wenn sie im Hintergrund hörbar ist, sorgt sie stets stark für Emotionen – wirklich im Vordergrund ist sie nur selten. Oliver Döring verzichtet bei seiner Interpretation des Buches von H. G. Wells schlussendlich auf eine tiefere ethische Instanz bei den Figuren, was vor allem bei der Hauptfigur etwas negativ aufstößt.

Ausstattung:
Wieder fragt man sich, warum – neben dem finanziellen Aspekt – die Geschichte auf zwei CDs aufgeteilt und nicht als Box herausgebracht wurde. Auch die Covergestaltung scheint irgendwie wenig spezifisch, zumal es diesmal weniger passend ist als beim ersten Teil. Insgesamt ist die Produktion durchweg solide und professionell und bietet keine wirklichen Kritikpunkte.

Fazit:
Sehr lohnende Hörspielproduktion – extrem gute Sprecherriege und akustische Umsetzung mit kleinen inhaltlichen Kritikpunkten !!!

© Heiko Henning
15.4.2019


Infos beim Vertrieb/Verlag:
https://www.universal-music.de/hg-wells-hoerspiele (externer Link!)




Letzte Aktualisierung: 01.12.2019, 21:32 Uhr
(c) Twilightmag 2018
Version: 5.5